Vereinigung von Strafverteidigern in Bayreuth, Bayern, Hamburg, Schleswig-Holstein und Schwerin

Strafverteidigung ist Kampf um die Rechte des Beschuldigten im Widerstreit mit den Organen des Staates – Staatsanwaltschaft und Gericht – die ihrerseits zur Verfolgung und Ahndung von Straftaten gehalten sind. Im Ermittlungs- und Strafverfahren bringt der Staat seine Machtmittel gegen die persönliche Freiheit und das Vermögen des Einzelnen mit einer Wucht zum Einsatz wie in keinem anderen Lebensbereich (Handbuch des Strafverteidigers).

Nicht jeder Rechtsanwalt kann auch gleich Strafverteidiger sein. Es bedarf sehr vertiefte Kenntnisse im Strafrecht, viel Erfahrung und häufig auch eine große Portion Mut, um Beschuldigte gegen die mächtigen Eingriffe des Staates in seine Freiheiten zu verteidigen. Die Staatsanwaltschaft kann mit den Mitteln der Hausdurchsuchung oder in Untersuchungshaft nach einem Haftbefehl den Beschuldigten stundenlang verhören. Er bedarf in solchen Situationen dringend einen der besten Strafverteidiger oder einen auf das Strafrecht spezialisierten Rechtsanwalt.

Strafverteidiger sind Rechtsanwälte, die sich ganz überwiegend oder häufig auch ausschließlich mit Strafverteidigung beschäftigen. Sie vertreten ihre Mandanten nicht, sondern sie verteidigen sie, sowohl im Ermittlungsverfahren als auch vor Gericht. Eine gute Strafverteidigung setzt nicht nur fundiertes Wissen im Strafrecht und Strafprozessrecht, sondern zudem eine professionelle Verteidigungsstrategie voraus. Die Umsetzung dieser Strategie findet auf vielen verschiedenen Ebenen statt, bewahrt die Unschuldsvermutung und schützt den Mandanten durch geeignete Maßnahmen vor einer Vorverurteilung durch sein persönliches Umfeld und die Medien.

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Die meisten Strafverteidiger sind überregional tätig, verteidigen also den Angeklagten nicht nur in Hamburg oder Bayreuth, sondern beispielsweise auch in Schwerin, Pinneberg, Kiel, Lübeck, Itzehoe, Elmshorn, Wismar, Parchim oder Stade.

Strafverteidigung im Sexualstrafrecht in Hamburg

Noch schwieriger ist die Strafverteidigung im Sexualstrafrecht wenn dem Beschuldigten eine sexuelle Nötigung (§ 177 Abs. 1 StGB) oder eine Vergewaltigung (§ 177 Abs. 2 StGB) vorgeworfen wird. Die Vorverurteilung in unserer Gesellschaft und durch die Medien ist derart hoch, dass allein der Vorwurf geeignet ist, die gesamte soziale Existenz des Beschuldigten zu zerstören - und dabei ist völlig egal, ob er schuldig oder vielleicht sogar infolge einer Falschbeschuldigung unschuldig ist.

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Gerade in den Strafprozessen im Sexualstrafrecht ist ein Rechtsanwalt von Nöten, der sich auf dieses Rechtsgebiet im Strafrecht spezialisiert hat. Die Polizei ist in Hamburg durch das Fachkommissariat LKA42 besonders gut aufgestellt, so dass es eines erfahrenen Rechtsanwalts bedarf, der die Interessen des Mandanten nachhaltig und mutig verteidigt und dabei keinen Zentimeter zurückweicht. Teilweise wird auch eine Konfliktverteidigung notwendig sein, da die Staatsanwaltschaft häufig unerbittlich verfolgt und dabei die Rechte des Beschuldigten allzu leicht aus den Augen verliert.

Nicht anders verhält sich dies in Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs. Die angeblichen Taten liegen häufig viele Jahre zurück, so dass es keinerlei Beweise gibt und Aussage gegen Aussage steht. In dieser Situation ist ein Anwalt erforderlich, der sich mit den "Aussage gegen Aussage"-Konstellationen auskennt und oft mit solchen konfrontiert war. Nicht selten werden die vermeintlichen Opfer durch einen Nebenklageanwalt vertreten und auch durch auf den Opferschutz spezialisierten Vereinigungen wie Wildwasser, Zartbitter, Zornrot u.a. Dabei sind es gerade solche Vereinigungen, die Missbrauch mit dem Missbrauch betreiben, durch suggestive Befragungen die Opfer zu sogenannten Pseudoerinnerungen (false memory) verhelfen. Am Ende steht eine Falschbeschuldigung, die nicht einfach aus der Welt zu schaffen ist. Dieser Verantwortung sind sich weder die angeblichen Opfervereinigungen, noch die Nebenklageanwälte bewusst.

Schließlich bedarf es auch der Verteidigung in strafrechtlichen Verfahren wegen Kinderpornografie oder Jugendpornografie einer versierten Strafverteidigung. Die Beweise können nicht verwertbar sein und die Beschuldigten belasten sich oftmals selbst, da die Beratung durch einen Rechtsanwalt fehlt. Deshalb ist es besonders wichtig, sich möglichst früh einen Rechtsanwalt im Strafrecht zu suchen, der durch das Gericht auch als Pflichtverteidiger beigeordnet werden kann.